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Orkan-Schäden in Elisenau – kein Turnier

Der Orkan verursachte schwere Schäden wie hier in Berlin-Eichkamp

Berlin - Das Sturmtief Niklas, das am 31. März und 1. April über die Region Berlin-Brandenburg hinwegfegte, hinterließ vielerorts eine Spur der Verwüstung mit immensen Schäden. Davon betroffen war unter anderem auch die Reitanlage von Alexander Gibson in Elisenau, wo von Gründonnerstag bis zum Ostersonnabend ein dreitägiges Dressur- und Springturnier stattfinden sollte. Drei große Löcher hatte der Orkan in das Dach gerissen und 24 Quadratmeter der Lichtplatten aus der Verankerung gerissen.

„Unter diesen Umständen wäre es lebensgefährlich gewesen, hier eine Veranstaltung durchzuführen“, meinte Gibson, der sich innerhalb kurzer Zeit nun schon zum zweiten Mal zu einer bedauerlichen Absage entschließen musste. Vor zwei Jahren waren es Schnee und Eis, die eine Durchführung verhinderten.

„Der Ausfall ist eine Katastrophe und bedeutet für uns erhebliche finanzielle Einbußen“, so der geknickte Turnierchef, „denn wir hatten vier Monate lang alles bis aufs Kleinste vorbereitet, Pokale und Esswaren für die Verköstigung besorgt, die Meldestelle eingerichtet und transportable Toiletten kommen lassen. Ein weiteres Problem ist, dass wir nun das Nenngeld innerhalb von zwei Wochen zurückerstatten müssen, vorausgesetzt, dass eine Bankverbindung angegeben wurde.“

Weil die Lichtplatten in der näheren Umgebung nicht vorhanden waren, fuhr Gibson in die Nähe von Waren an der Müritz und beschaffte dort den notwendigen Ersatz, damit der Dachdecker möglichst schnell die Reparaturen vornehmen kann. Eine kurzfristige Verlegung des Turniers konnte allerdings wegen der Terminenge und anderer Veranstaltungen sowie der beginnenden Freiluftsaison nicht realisiert werden.

Betroffen von dem wütenden Orkan war auch Julia Voigtländers Berliner Anlage. Ein dicker Baum zerschmetterte das Dach und Wandteile ihrer großen Trainingshalle in Eichkamp und fiel direkt auf die Stallgasse. Zum Glück erlitten aber weder Mensch noch Tier einen Schaden. „Doch der Schreck ist allen ganz schön in die Glieder gefahren“, so Voigtländer, die sich im Februar einer Schulter-Operation unterziehen musste und selbst noch gehandikapt ist.

HAWI

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