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Olympiasieger Frank Ostholt startet am Tannberg in Liepe

Frank Ostholt sorgt in diesem Jahr für olympischen Glanz in Liepe - Foto: Schroeder

Liepe - Etwas vom olympischen Glanz der in jüngster Zeit so erfolgreichen deutschen Vielseitigkeitsreiter wird vom 15. bis 17.Mai auch in Liepe zu spüren sein, wo wieder das traditionelle Frühjahrsmeeting am Tannenberg stattfindet. Frank Ostholt (RFV Vornholz), der 2008 in Peking mit dem Team die Goldmedaille gewann, wird in der schweren CIC**-Prüfung antreten und damit sein Start-Versprechen einhalten, das er kurz vor Weihnachten bei der Hippologica unter dem Funkturm in Berlin gegeben hatte. „Außerdem“, so Veranstalter-Chef Bernhard Pede erfreut, „hat auch Elmar Lesch vom RV Vögelsen-Mechtersen zugesagt. Er ist einer der stärksten Vertreter seiner Zunft zugesagt, den wir schon oft bei uns begrüßen konnten.“

Zur Person Ostholts: Der 39-jährige Pferdewirtschaftsmeister ist gelernter Diplom-Agraringenieur und derzeit Leiter des DOKR-Bundeleistungszentrums Reiten in Warendorf. Verheiratet mit der schwedischen Olympia-Zweiten Sara Algotsson und Vater zweier Kinder. Seine bislang größten Erfolge sind drei deutsche Meistertitel (2003, 2005, 2008), EM-Bronze (Mannschaft 2005 und Einzel 2011) sowie Weltmeister (2006) und Olympiasieger (2012) mit dem deutschen Team.

Für den internationalen Anstrich in Liepe sorgen Teilnehmer aus Italien, Polen, Dänemark, Schweden und Japan. Sie alle haben sich vorgenommen, ihre Pferde in der Dressur, im Gelände und schließlich im Springparcours einem ernsthaften Test zu unterziehen, denn für die meisten handelt es sich um den richtigen Einstieg in dieser Saison. Und das auf einer Anlage, die sich im Laufe der Vergangenheit einen glänzenden Ruf erworben. Was Martin Plewa, von 1985 bis 2001 Bundestrainer und zuletzt Technischer Delegierter bei den Olympischen Spielen in London, zu folgendem Kompliment im letzten Jahr veranlasste: „Hier herrschen Superbedingungen, die an alle Teilnehmer hohe, aber faire Ansprüche stellen. Der Vergleich mit Luhmühlen, dem Mekka des Vielseitigkeitssport, ist durchaus nicht von der Hand zu weisen.“

Für Pede, zugleich auch Nachwuchs-Landestrainer, besteht allerdings kein Grund, sich auf dem gehörten Lob auszuruhen oder gar mit dem bisher Erreichten zufrieden zu sein. Im Gegenteil, er sinnt ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten, die er auch diesmal  in die Tat umsetzen will. „Weil unser Sport in jüngster Zeit wegen einiger schwerer Unfälle ins Gerede gekommen ist und von vielen Seiten mehr Sicherheit und damit eine Minderung von Gefahren verlangt wird, haben wir uns entschlossen, vier oder fünf abwerfbare Hindernisse zu installieren, die beim starken Gegenschlagen in sich zusammenfallen. Unser Ziel ist es, Vorreiter auf diesem Gebiet zu sein, Maßstäbe zu setzen und sich dem sich anbahnenden Trend zu folgen.“

Auch diesmal finden neben der internationalen Prüfung die Berlin-brandenburgischen Meisterschaften statt und  zwar in drei Kategorien, bei den Ponys, den Junioren und Jungen Reitern, während die Reiter/Senioren zu einem späteren Termin gemeinsam mit Sachsen-Anhalt in Krusemark ihre Besten ermitteln. Bei den Titelkämpfen im vergangenen Jahr gab es  einen dreifachen Triumph für die jungen Amazonen des RV Wahlsdorf, die den Heimvorteil in Liepe voll nutzten und auch diesmal wieder die Favoritenrolle innehaben sollten. Bei den Ponys siegte Pede-Tochter Lena auf Waldmaus, bei den Junioren war Jasmin Hille auf Tabalu und bei den Jungen Reitern Miriam Engelbrecht auf Landfee erfolgreich.

HAWI

 

Zeitplan des CIC** Liepe

 

 

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